Wanderfahrt Sedan-Namur Teil 7/7 - Namur-München

in Rudern.

Keine Unfälle, kein Hitzschlag, perfekte Organisation durch das französisch-belgische Team ... Es war eine herrliche Wanderfahrt auf der Maas, die allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird. Au revoir et merci beaucoup, chers amies et amis!

 

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Noch einmal schälen wir uns aus unseren Schlafsäcken. Einige haben etwas Mühe, denn unsere Gastgeber haben uns bis um zwei Uhr wach gehalten mit Tanzen und Champagner … Es ist bemerkenswert: Eigentlich müssten wir ständig müde sein, aber die unerschöpfliche Energie unserer Organisatoren überträgt sich schon im Augenblick des Aufstehens auf uns.

Freundschaftsregatta ist heute angesagt. Die Boote werden ausgelost. Einige Teilnehmer sind bereits abgereist, andere scheuen den strömenden Regen, der am Abend eingesetzt hat. So bleiben zwei Boote frei und werden von der Logistik-Mannschaft besetzt, die auf diese Weise zum ersten Mal in dieser Woche zum Rudern kommt. Jeweils zwei Vierer starten gegeneinander; wer verliert, ist draußen. Nicht ganz überraschend siegt die Männermannschaft der Organisatoren – das gönnen wir ihnen von Herzen, denn es ist ein Genuss, diesem gut eingespielten französisch-belgischen Team zuzusehen.

altNoch eine Dusche, und dann steht schon zum letzten Mal das Essen auf dem Tisch. Auch daran haben unsere Freunde noch gedacht, obwohl die Veranstaltung eigentlich schon zu Ende ist. Ach, und dann wird es richtig traurig: ein kurzer, aber herzlicher Abschied. Küsschen rechts, Küsschen links – je t‘embrasse, Clotilde, au revoir, Simon, merci, Louis et toutes les équipes d’organisation, de sécurité, logistique et repas! C’était une semaine exceptionnelle que nous n’oublierons jamais! Diese außergewöhnliche Woche werden wir nicht vergessen. Aber vermissen werden wir euch noch lange.

Auf der Rückfahrt drehen sich die Gespräche wie so oft in dieser Woche auch um Fragen wie diese: Wie können wir wenigstens ein bisschen von dem, was wir da erfahren durften, weitergeben? Wäre es nicht schön, Gäste könnten bei uns im MRC übernachten? Muss es wirklich sein, dass diese eine rekordverdächtig hohe Gebühr entrichten müssen, um unsere Boote benutzen zu dürfen? Sollten wir nicht ein paar von den praktischen und ziemlich bequemen Feldbetten anschaffen und sie bei Bedarf für Gäste im Saal aufstellen? Und vor allem: Wer von uns wäre bereit, (Urlaubs-)Zeit zu opfern, damit andere unbeschwert das Rudern genießen können, nette Menschen und unsere traumhafte Landschaft kennen lernen dürfen? Wir haben nicht auf alles eine Antwort gefunden. Aber wir bleiben dran.