Rudern unter den Bedingungen des Teil-Lockdown (2.-30. November und darüber hinaus)

von EvB
in Rudern.

Aktualisierung: Regelungen ab 9. Dezember

Am 6. Dezember wurde für Bayern eine weitere Verschärfung der Regelungen des Infektionsschutzes wegen und bei erhöhter Inzidenz angekündigt.
Vorgesehen sind mit Wirkung ab 9. Dezember u.a. Ausgangsbeschränkungen, die im Bereich Sport nur für die individuelle Sportausübung Ausnahmen vorsehen. Inwieweit derartige verschärfte Regeln für die Ruderstandorte Oberschleißheim und Starnberg gelten, bleibt abzuwarten. Es wird gebeten, die entsprechenden Regelungen eigenständig zu beobachten. Der bereits jetzt reduzierte Trainingsbetrieb wird voraussichtich eingestellt werden müssen.

Aktualisierung: Regelungen ab 1. Dezember 2020 (9. BayIfMV)

Seit dem 1. Dezember gilt die aktualisierte Fassung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Sie ordnet die Schließung aller Sportstätten für die Sportausübung mit Ausnahme von Leistungs- und Profisport an. Es wird gebeten, die Entwicklung in Oberschleißheim selbständig zu beachten. Bislang sind LZM und Wasserfläche noch nicht gesperrt.

 

Rudern ab 2. November 2020

Seit Anfang November richtet sich die Sportausübung in Bayern nach der zunächst vom 2.-30. November gültigen (8.) Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vor.

Anders als zunächst von Politik und BLSV kommuniziert bleibt für Kader- (Leistungs-) Sportler der Trainingsbetrieb gestattet. Und ebenso die Ausübung von "Individualsportarten" allein, unter Mitgliedern eines Hausstands oder zu zweit.

Für diese Zwecke dürfen auch Vereinsanlagen geöffnet bleiben.

Hier der genaue Wortlaut von § 10 der 8. BayIfSMV (Hervorhebungen durch uns):

§ 10 Sport
(1) Die Ausübung vonIndividualsportartenist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt.Die Ausübung von Mannschaftssportarten ist untersagt. Abs. 2 bleibt unberührt.
(2) Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader ist unter folgenden Voraussetzungen zulässig:
1. Die Anwesenheit von Zuschauern ist ausgeschlossen.
2. Es erhalten nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind.
3. Der Veranstalter hat zur Minimierung des Infektionsrisikos ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und zu beachten, das auf Verlangen den zuständigen Behörden vorzulegen ist.
(3) Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen und anderen Sportstätten sowie von Tanzschulen ist nur für die in Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 genannten Zwecke zulässig.
(4) Der Betrieb von Fitnessstudios ist untersagt. 


Ob Rudern im Einer, und mehr noch Rudern im Zweier oder gar in einem Familien-Dreier "Ausübung von Individualsportarten"ist, mag jedes volljährige Vereinsmitglied für sich entscheiden. Und notfalls, falls ein Bußgeld verhängt wird, rechtlich zu klären haben. Während der Gültigkeit der 8. BayIfSMV in der aktuellen Fassung gilt daher: Rudern auf eigene rechtliche Gefahr.

Sollte wegen der individuellen Entscheidungen von Ruderern ein Bußgeld gegen den Ruderer oder den MRC verhängt werden, trägt dieses ausschließlich der Sportler; der MRC und seine Organe sind von den Kosten eines Bußgelds freizustellen.

Die Regelung führt dazu, dass Ruderer in Kleinboote, insbesondere Skiff und Riemenzweier gezwungen werden. Dies widerspricht dem Grundsatz unseres Vereins, dass am Starnberger See während der Kaltwasserzeit ohne durchgehende Begleitung und Absicherung weder Skiff noch Riemenzweier gefahren werden sollen.Daher ist das Rudern in Skiff und Riemenzweier wenn überhaupt, dann ausschließlich in Oberschleißheim gestattet.Die für den Breitensport vorgesehenen Renneiner sind nach Oberschleißheim verbracht worden; der Standort der verlagerten Boote ist in Crewman hinterlegt.

Abhängig von der eigenen Einschätzung des Wortlauts von § 10 Abs. 1 Satz 1 und 2 der 8. BayIfSMV ist der MRC - soweit erlaubt - für das Rudern in Gig-Einer und Gig- und Renn-Doppelzweier in Starnberg geöffnet, im übrigen (Rudern in anderen Bootsklassen, Kraft- und Ergotraining in Gruppen) geschlossen.

Die Nutzung der Hallen und Wasserflächen in Oberschleißheim wird von dem dortigen Hausherrn, der Landeshauptstadt München, geregelt. Nach der Nachricht von gestern Abend ist Oberschleißheim noch vollständig geschlossen, allerdings unter Vorbehalt der letztgültigen genauen Verordnungsfassung. Wie das LZM die Verordnung auslegt, ist uns noch nicht bekannt.

Schließlich: Der Trainingsbetrieb, insbesondere der Bundes- und Landeskader, folgt gesonderten Regeln und ist nicht präjudiziell für die anderen Sportler des MRC.