Gemeinsamkeit steht in unserem Verein an oberster Stelle. Diese Rubrik fasst die Regelungen unseres Gemeinsam-seins sowie übergreifende organisatorische Hinweise zusammen.

Halbmast für Ellen Falke

von EvB

Ab heute hängt die Fahne des MRC erneut auf Halbmast - zur Ehrung von und in Erinnerung an Ellen Falke. Sie hat keine Deutschen Meisterschaften für den MRC errudert, aber über viele Jahre hinweg hat sie die Achter der alten Herren des MRC, insbesondere den Mittwochs- und Sonntags-Achter sicher um den See gesteuert. Tausende Kilometer. So war sie über lange Zeit ein Gesicht des MRC. Und für ihren Mann war sie eindrucksvoll lange Zeit eine gute Gefährtin - Dietrich und Ellen waren 60 Jahre lang ein Paar. Unsere Gedanken sind bei Dietrich und seiner Tochter. Ruhe in Frieden, Ellen!

Halbmast für Dr. Peter Plica

von EvB

In Starnberg weht die MRC-Fahne auf Halbmast zu Ehren und im Gedenken von Dr. Peter Plica, der am 28. Juli 2021 imHalbmast1 Alter von 87 Jahren verstorben ist.

Dieser Blick war Peter einer der liebsten. Mit Peter verliert der MRC ein weiteres über Jahrzehnte aktives, verdientes Mitglied und Herzblut-Ruderer. Fast so treu wie dem MRC war Peter der Rudergemeinschaft Angaria e.V. in Hannover, die dem MRC bereits ihre Verbundenheit nach 65 Jahren Mitgliedschaft ausgedrückt hat.

Wir werden Peter an dieser und anderer Stelle noch angemessen würdigen, soweit das überhaupt möglich ist. Bereits jetzt fehlt er dem MRC. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gilt der gesamten Familie Dr. Plica.

 

In memoriam Fritz Rothermel (+ 22. Mai 2021)

von EvB

Ein Urgestein und erfolgreicher Sportler im MRC ist mit Fritz Rothermel verstorben. Der Nachruf von Herbert Spatz vermittelt hoffentlich auch den jüngeren oder neu hinzugekommenen Mitgliedern einen guten Eindruck "von der guten alten Zeit" und der Rolle, die dieser Sportler im MRC hatte. Wir schließen auch noch die Erinnerungen von Dr. Richard Kübler, einem langjährigen Weggefährten, an.

 

Fritz am Schlag

Friedrich (Fritz) Rothermel

20.4.1937 – 22.5.2021

Mitglied im MRC seit 1953

Nach kurzer schwerer Krankheit ist Friedrich Rothermel, für alle, die ihn kannten, natürlich nur der Fritz, mit 84 Jahren, viel zu früh von uns gegangen.

Fritz war ein Energiebündel, Rudern im Sommer und Skifahren im Winter, alles bis zum Exzess.

Als aktiver Rennruderer sammelte er viele Radadelchen und mehr – bei den Deutschen Meisterschaften 1960 (sicher gut besetzt wegen der folgenden Olympischen Spiele in Rom) erreichte er  mit seinen Bootskameraden im Vierer mit die Bronzemedaille und im Vierer ohne einen sehr guten 4. Platz. (Recht im Bild: Fritz auf Schlag in Aktion)

Auch nach dem aktiven Rennrudern ist er täglich aufs Wasser gegangen, an Wochenenden gleich mehrmals: Vor dem Frühstück im Einer, nach dem Frühstück im Mannschaftsboot, nach dem Mittagessen (von “Tante Frieda“ gekocht, wer nicht vorbestellt hat, ging leer aus, nur Fritz bekam immer eine Portion, er war Tante Friedas Liebling)  wieder im Mannschaftsboot, von Fritz organisiert, damit ja keine all zulange Mittagsruhe unter den Ruderwilligen einkehrt. Abends oft noch einmal im Einer. Das war ihm nur möglich unter Benutzung der damals noch vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten. Fritz, und auch seine Freunde, bevorzugten das “Viererzimmer“, manchmal stellte Tante “Frieda“ einen Kasten Bier vor das Zimmer, damit die armen Buben nicht verdursten.  So kam Fritz oft auf 3.000-4.000 Kilometer im Jahr.

Im Winter, über das Wochenende, Skifahren im Brixental (Tirol) bei der Familie Aschaber (Brixen, OT Moosen) immer eine MRC-Gruppe mit z.B. Dr. Heymann, Wolfgang Eckert, Peter und Renate Cronenberg, Barbara Wollstein, Heinz Fischer, Sylvia Fiedler, Jutta und Bob Lutz, und ein damaliger wohl sehr beleibter MRC-Präsident. Später, als die Gruppe sich aufgelöst hatte, ist Fritz alleine nach Brixen gefahren, er hatte eine Jahreskarte und berichtete immer voller Stolz, dass er bereits nach einem Monat die Kosten für die Jahreskarte eingefahren hatte.

Nach einem Sturz, bei dem er sich die Schulter brach, fiel ihm das Rudern schwer, auch das Skifahren stand nicht mehr im Vordergrund. Um seine Fitness zu erhalten, darauf legte er großen Wert, bestieg er nun die Oberbayerischen Berge.  Jedoch nicht zum Wandern, sondern als Trainingsersatz. Anfangs z.B. den Heimgarten (in Rekordzeit), dann, Jahre später, immer gleich zwei Gipfel pro Tag. Erst den Hirschberg/Neureuth und dann Hirschberg/Wallberg/Neureuth. Nachdem er, aus diversen Gründen, dem Hirschberg Adieu sagte, ging es nach dem Abstieg vom Wallberg gleich hinauf zur Neureuth und zu Kaffee und Kuchen. Dieser Tour blieb er Jahrzehnte treu.

Zum MRC kam er nur noch zu Feier- und Festlichkeiten und auch zu Mitgliederversammlungen.

Der MRC verliert mit Fritz einen der treuesten und langjährigen Mitglieder. Seine Kameradschaft und Hilfsbereitschaft haben wir sehr oft zu schätzen gewusst, er wird uns immer in guter Erinnerung bleiben. 

München, im Juni 2021

Herbert Spatz

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Unser früherer Präsident Dr. Richard Kübler erinnert sich an Fritz und würdigt ihn mit folgenden Worten:

Der „Friiiiitz“ (langsam ausgesprochen, weil er selber langsam sprach) war schon eine besondere Persönlichkeit. Er hatte einen speziellen, trockenen Humor, den nicht jeder verstanden hat. Wer Zugang zu ihm hatte bzw. er diesen zuließ, war er immer sehr herzlich und immer verschmitzt. In manchen Situationen hat er an Karl Valentin erinnert.

Als aktiver Ruderer ist er im Leichten Vierer mit und ohne auf den Deutscher Meisterschaften für den MRC sehr erfolgreich.

Neben dem Rudern war seine Passion das Bergwandern. Mehrere tausend Mal (also eigentlich täglich bis vor wenigen Jahren) ging Fritz vormittags auf den Hirschberg, hat im Hirschberghaus Mittag gegessen ist ist am gleichen Tag auch noch auf die Neureuth zu Kaffee und Kuchen.

Aus dem Tegernseer Tal schrieb mir der Fritz regelmäßig zu meinen Geburtstagen humorvolle Karten, die ich alle aufgehoben habe, weil sie einmalig sind.

Öfters haben wir auch noch miteinander telefoniert, weil er meinen medizinischen Rat auch nach meiner Praxisübergabe zu schätzen wusste. Unser letztes Gespräch fand am 20. Mai statt, da hatte er schon ein schwaches Stimmchen. zwei Tage später war er tot. Zu der vorgesehenen orthopädischen Behanldung ist es nicht mehr gekommen.

Wann immer ich an den „Friiiitz“ denke, muss ich schmunzeln.

Lieber Fritz, ruhe in Frieden!

 

 

 

 

Besondere Ruderordnung "Covid"

von Hallmann, Ulf

Aufgrund der SARS-CoV-2-bedingten gesetzlichen und behördlichen Beschränkungen des Vereins- und Sportbetriebs in Bayern kann auch auf absehbare Zeit hin der Ruderbetrieb am Münchener Ruder-Club von 1880 e.V. an den Standorten Starnberg und Oberschleißheim nicht in üblicher Weise, sondern nur eingeschränkt stattfinden.

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In Memoriam Jutta Deuschl († 19. Januar 2021)

von von Bockelmann, Eler

Die Nachricht von Jutta Deuschls Tod hat uns tief erschüttert. Unser herzliches Beileid gilt Ihrem Mann Thomas und Ihrer Familie.

Ihre Laufbahn als erfolgreiche Rennruderin startete Jutta in den 80er Jahren auf der Ruhr bei der Mülheimer Ruder Gesellschaft. Ihr Talent fürs Rudern wurde ihr von der Wiege ins Boot gelegt: Ihr Vater, der langjährige MRG-Vorstand und heutige Ehrenvorsitzende Jürgen Schausten, begleitete ihren Weg von der Jugend bis zur Nationalmannschaft. Zahlreiche Regattasiege, Podestplätze und deutsche Meisterschaften zeugen von ihren herausragenden Fähigkeiten. Drei Mal konnte sie sich für die Teilnahme an den Ruderweltmeisterschaften qualifizieren. Gekrönt wurde Ihre Karriere durch den Gewinn der Bronzemedaille im leichten Frauen Vierer ohne Steuerfrau bei der Ruder-Weltmeisterschaft in Tampere/Finnland 1995.

Nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn und dem Abschluss Ihres Studiums führte der berufliche Weg nach München. Als Managing Director leitete sie das Münchener Büro der international tätigen Public Relations Agentur Lewis. Dieser äußerst anspruchsvolle berufliche Weg hielt sie nicht davon ab, eine zweite sportliche Karriere zu starten. Sie trat 2008 in den MRC ein und wurde in der ambitionierten Rennmannschaft herzlich aufgenommen. Als Schlagfrau im München/Würzburger Bundesliga-Achter sorgte sie für den richtigen Rhythmus. Die Mannschaft machte in der 1. Ruder-Bundesliga als „Dirndl-Achter“ in den Jahren 2010 und 2011 Furore und brachte international das Kunststück fertig, in zwei aufeinander folgenden Jahren beim berühmten Head of the River Race in London unter 300 teilnehmenden Booten jeweils schnellstes deutsches Boot zu werden.

Unbenannt

Beruflichen und sportlichen Erfolg hat sie scheinbar mit Leichtigkeit zu verbinden gewusst. Als wäre das nicht genug, begann sie schon früh, sich in vorbildlicher Weise ehrenamtlich für den Rudersport zu engagieren. Bei der Neugründung des Münchener Regattavereins an der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim im Jahr 2012 war sie dabei und war als stellvertretende Vorsitzende für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie war das Gesicht und die Stimme von Regatta München.

Ich erinnere mich an viele Begegnungen auf dem Regattaplatz oder der Tribüne in Oberschleißheim. Trotz ihrer höchst fordernden Aufgabe bei der Regattaorganisation wirkte sie nie gestresst und hatte für jeden ein freundliches Wort oder zumindest ein Lächeln übrig. Eine Begebenheit ist mir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben: Im Frühsommer 2015 bei den „German Masters Open“ unterbrach sie unsere Unterhaltung auf dem Bootsplatz mit dem Hinweis, dass es höchste Zeit sei, mit ihrer Mannschaft aufs Wasser zu gehen. Meine verwunderte Nachfrage, wie es möglich sei, bei diesem Stress auch nur ansatzweise daran zu denken, selbst ins Boot zu steigen, hatte sie mit einem fröhlichen Lachen beantwortet. Kurze Zeit später stand ich am Zielturm und wurde Zeuge, wie Jutta mit ihren Bootskameradinnen ihr Doppelvierer-Rennen mit Längen Vorsprung gewann. Da hatte sie mal eben aus dem Stand ihre ganze Klasse gezeigt.

Liebe Jutta, Dein Weg ist leider viel zu früh zu Ende. Für viele Leistungssportler des Münchener Ruder-Club von 1880 e.V. warst Du Vorbild, Förderin und Inspiration. Deine Kraft und Zuversicht, Deine Hingabe und Leidenschaft werden uns für immer fehlen. Wir sind unendlich dankbar für alles, was Du dem Rudersport und dem Münchener Ruder-Club von 1880 e.V. gegeben hast.

Tilman Probst
für den Vorstand
Münchener Ruder-Club von 1880 e.V.

München, 21. Januar 2021

Trauer um Jutta Deuschl

von von Bockelmann, Eler

WhatsApp Image 2021 01 20 at 15.18.14Am Starnberger See fliegt die Vereinsfahne auf Halbmast - im Gedenken an und zu Ehren von Jutta Deuschl, die am Morgen des 19. Januar 2021viel zu früh von uns gegangen ist. Ein Verlust für die Ruder-Community in München und Bayern, und vor allem für den MRC. Ihre Verdienste um den Verein und das Regattarudern werden unvergessen bleiben - einschließlich ihrer zahllosen Erfolge auf nationalen und internationalen Regattabahnen, ihrem Kampf für die Regattastrecke Oberschleißheim als Vorstand des Regatta München e.V. und nicht zuletzt als Führungsfrau im Bundesliga-Dirndlachter. Wie im Sport war sie im Leben - engagiert, kampfeslustig, ausdauernd, erstklassig, erfolgreich bis zur Ziellinie.

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Unsere Gedanken gelten ihrem liebenden Mann Thomas und der ganzen Familie - und allen, die Jutta liebgewonnen haben. Jutta, mach's gut, Du wirst uns unendlich fehlen!

Eler von Bockelmann.

(Eine ausführliche Würdigung folgt.)

Es erreichen uns Worte von Freunden, die viel über Jutta sagen:


Eine Stimme, die uns vertraut war schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr. Er

fehlt uns. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen, die uns niemand nehmen kann.

Die Nachricht vom Tod meiner langjährigen Freundin Jutta Deuschl hat mich tief getroffen. Sie war

für mich immer wie ein Fels in der Brandung und ihre Herzlichkeit, besondere Ausstrahlung und

Verlässlichkeit werde ich vermissen. Als Ruderpartnerinnen waren wir weit über unseren

Lieblingssport hinaus miteinander verbunden. Mit ihr verliert der Rudersport eine starke

Persönlichkeit und eine aufrichtige Sportlerin.

So wie Du nicht aufgegeben hast nach dem perfekten Ruderschlag zu suchen, so geben wir nicht auf

dich in guter Erinnerung zu behalten.

Ich vermisse dein Lachen.

Ich vermisse deine Gespräche.

Ich vermisse deine Motivation.

Ich vermisse deine Geselligkeit.

Ich vermisse dich.


Unser letztes langes Gespräch vor gerade einmal 2 Wochen am Telefon - im strahlenden Sonnenschein draußen und Strahlen in Deiner Stimme, mit ungebrochenem Optimismus und Realitätssinn - wird immer als bleibende Erinnerung an Dich und wie Du warst im Herzen sein. Farewell.


International, aus dem Facebook-Post einer Freunding:

RIP my dearest liebste Jutta 💖 My wonderful rowing partner & crew mate for so many years, events, teams, world cups, world champs, across continents and rivers around the world, the smartest PR & media whizz, women in sports advocate and discussion partner, unfortunately also my cancer mate, and most of all my dear, dear friend ❤️
Thank you meine liebe Jutta for all the amazing, unforgettable times and memories shared, all the thousands of kilometres rowed, the advice, the support, the laughs and the tears and your friendship 🙏
So thankful I’m here & got to hug you in December & that I still got to hear your voice & wise words a couple of days ago ❤️ Thank you 🙏
We wanted to finally go rowing together again soon, explore Munich and surrounds and I can’t believe you won’t be there anymore.... 💔
Far too soon you had to go and my heart goes out to Thomas, Claudia, your dear parents and family and all your friends ❤️
My heart is breaking 💔
I will miss you so very much 🙏❤️
Ruhe in Frieden. Rest in Peace.
I will see you on the other side 🌈
ps: Fuck cancer