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Besondere Ruderordnung "Covid"

von Hallmann, Ulf

Aufgrund der SARS-CoV-2-bedingten gesetzlichen und behördlichen Beschränkungen des Vereins- und Sportbetriebs in Bayern kann auch auf absehbare Zeit hin der Ruderbetrieb am Münchener Ruder-Club von 1880 e.V. an den Standorten Starnberg und Oberschleißheim nicht in üblicher Weise, sondern nur eingeschränkt stattfinden.

 

Regelungen ab 9. Dezember

Mit Wirkung ab 9. Dezember gelten u.a. Ausgangsbeschränkungen, die im Bereich Sport nur für die individuelle Sportausübung Ausnahmen vorsehen. Inwieweit derartige verschärfte Regeln für die Ruderstandorte Oberschleißheim und Starnberg gelten, bleibt abzuwarten. Es wird gebeten, die entsprechenden Regelungen eigenständig zu beobachten. Der Trainingsbetrieb wird eingestellt bzw. reduziert.

Hier der genaue Wortlaut von § 10 der 8. BayIfSMV (Hervorhebungen durch uns):

§ 10 Sport
(1) Die Ausübung vonIndividualsportartenist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt.Die Ausübung von Mannschaftssportarten ist untersagt. Abs. 2 bleibt unberührt.
(2) Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader ist unter folgenden Voraussetzungen zulässig:
1. Die Anwesenheit von Zuschauern ist ausgeschlossen.
2. Es erhalten nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind.
3. Der Veranstalter hat zur Minimierung des Infektionsrisikos ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und zu beachten, das auf Verlangen den zuständigen Behörden vorzulegen ist.
(3) Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen und anderen Sportstätten sowie von Tanzschulen ist nur für die in Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 genannten Zwecke zulässig.
(4) Der Betrieb von Fitnessstudios ist untersagt. 


Ob Rudern im Einer, und mehr noch Rudern im Zweier oder gar in einem Familien-Dreier "Ausübung von Individualsportarten"ist, mag jedes volljährige Vereinsmitglied für sich entscheiden. Und notfalls, falls ein Bußgeld verhängt wird, rechtlich zu klären haben. Während der Gültigkeit der 8. BayIfSMV in der aktuellen Fassung gilt daher: Rudern auf eigene rechtliche Gefahr. Sollte wegen der individuellen Entscheidungen von Ruderern ein Bußgeld gegen den Ruderer oder den MRC verhängt werden, trägt dieses ausschließlich der Sportler; der MRC und seine Organe sind von den Kosten eines Bußgelds freizustellen.

Die Regelung führt dazu, dass Ruderer in Kleinboote, insbesondere Skiff und Zweier, gezwungen werden. Dies widerspricht in Teilen dem Grundsatz unseres Vereins, dass am Starnberger See während der Kaltwasserzeit ohne durchgehende Begleitung und Absicherung weder Skiff noch Riemenzweier gefahren werden sollen.Daher ist das Rudern in Skiff und Riemenzweier wenn überhaupt, dann ausschließlich in Oberschleißheim gestattet.Die für den Breitensport vorgesehenen Renneiner sind nach Oberschleißheim verbracht worden; der Standort der verlagerten Boote ist in Crewman hinterlegt.

Abhängig von der eigenen Einschätzung des Wortlauts von § 10 Abs. 1 Satz 1 und 2 der 8. BayIfSMV ist der MRC - soweit erlaubt - für das Rudern in Gig-Einer und Gig- und Renn-Doppelzweier in Starnberg geöffnet, im übrigen (Rudern in anderen Bootsklassen, Kraft- und Ergotraining in Gruppen) geschlossen.

Die Nutzung der Hallen und Wasserflächen in Oberschleißheim wird von dem dortigen Hausherrn, der Landeshauptstadt München, geregelt. Nach der Nachricht von gestern Abend ist Oberschleißheim noch vollständig geschlossen, allerdings unter Vorbehalt der letztgültigen genauen Verordnungsfassung. Wie das LZM die Verordnung auslegt, ist uns noch nicht bekannt.

Schließlich: Der Trainingsbetrieb, insbesondere der Bundes- und Landeskader, folgt gesonderten Regeln und ist nicht präjudiziell für die anderen Sportler des MRC.

 Zusammengefasst gelten folgende Regeln:


Verhalten im und am Boot

Zur Verfügung stehen grundsätzlich nur Boote bis max. Doppelzweier. Beim Rudern im Mannschaftsboot gelten folgende Beschränkungen:

Am Steg und auf dem Gelände wird der im Grundsatz geforderte Personenabstand (> 1,50 Meter) durchgehend beachtet. Die Länge und Breite des Steges erlaubt dies auch beim Ab- und Anlegen. Grundsätzlich sind bitte immer nur 2 Kleinboote (Einer oder Zweier) zeitgleich am Steg. Einstellarbeiten sind nicht am Steg vornehmen, sondern in Böcken außerhalb des Wassers oder auf dem Wasser.

Nach Ende der Ruderpartie werden die Griffe und angrenzende Bereiche mit Desinfektion oder Seifenwasser gereinigt und im See abgespült. Zu diesem Zweck werden Desinfektionsmittel oder biologisch abbaubare Seife (Neutralseife) bereitgestellt. Da nicht sichergestellt werden kann, dass jederzeit ausreichend Mittel vorhanden sind, wird das Mitbringen eigener Desinfektionsmittel oder Seifen begrüßt.

Organisation des Sportbetriebs

Selbstverständlich werden auch weiterhin alle Fahrten vor der Fahrt im Fahrtenbuch ein- und nach der Fahrt ausgetragen. Bei Eingaben in das Fahrtenbuch bitte geeignete Hygieneregeln beachten (Handschuhe, Desinfektion, Händewaschen etc.). Zusätzlich sind Fahrten wie folgt vorab anzumelden:

Verhalten auf dem Gelände

Bleibt gelassen und freundlich, auch falls die Umsetzung der besonderen Regeln vielleicht einmal nicht optimal klappt. Wir genießen gemeinsam, dass der Sportbetrieb für unseren Sport überhaupt möglich ist. Gelassenheit und Freundlichkeit tragen dazu bei.

Sonstige Hinweise

Im Sinne der allgemeinen Risikominderung gelten folgende Grundsätze:

Diese Regelungen stehen unter dem Vorbehalt der jederzeitigen Anpassung unter Berücksichtigung des jeweiligen aktuellen Infektionsgeschehens.

In diesem Sinne: Auf ein sicheres, gesundes, genussvolles Rudern am MRC 1880!