Persönliche Schutzausstattung

von Hallmann, Ulf

Beim Rudersport ist eine dem Revier, der Jahreszeit und dem Wetter entsprechende Schutzausstattung selbstverständlich. Dazu gehören, neben angepasster Kleidung, Bootsabdeckungen, Lenz- und Leuchtmittel sowie ein wasserdicht verpacktes Mobiltelefon pro Boot. Zumindest bei kaltem Wasser ist auch das Tragen einer Rettungsweste bzw. Schwimmhilfe vorgeschrieben. Jeder Sportler ist für seine Ausstattung selbst verantwortlich.

Fahrtordnung

von Hallmann, Ulf

Neben einschlägigen Verkehrsvorschriften gelten auf Ruderrevieren zwischen ansässigen Vereinen und Organisationen abgestimmte Fahrtordnungen. Diese sind für alle Rudersportler bindend. Aufgrund zusätzlich geltender Vogelschutzregelungen ("RAMSAR Abkommen"), welche das Befahren des Starnberger Sees in den Wintermonaten stark einschränken, wurden für unser Hausgewässer je eine Winter- und eine Sommerfahrtordnung festgelegt.

Rudersport im MRC 1880

von Hallmann, Ulf

Von weiß-blau zu schwarz-rot-gold. 

Der MRC 1880 bekennt sich zum Leistungssport - und fördert diesen mit allen Mitteln: erfahrenen Trainern, schnellen Booten und begeisterten Mitgliedern, die hinter unseren erfolgreichen Ruderinnen und Ruderern stehen. Der MRC 1880 hat Weltmeister und Olympia-Teilnehmer hervorgebracht. Auch ehemalige Leistungssportler, Olympia-Teilnehmer und WM-Ruderer haben hier Freunde und eine aktive Masters-Gruppe gefunden. Verschiedene Altersgruppen und Leistungsstufen  trainieren auch mal zusammen und fechten den einen oder anderen Bord an Bord-Kampf im Training und auf Regatten aus.

Fahrtordnung am Starnberger See

von Hallmann, Ulf

Der Ruderbetrieb auf dem Starnberger See unterliegt einer Fahrtordnung, welche mit allen ansässigen Rudervereinen abgestimmt ist. Diese Fahrtordnung legt pro Uferseite je zwei Korridore fest, in denen eine Einbahnstraßenregelung für Ruderboote gilt. Nachfolgende Regeln dienen der Vermeidung von gefährlichen und kostspieligen Unfällen und ist somit für alle Vereinsmitglieder und Gastruderer verbindlich.

Unabhängig von der Fahrtordnung sind stets folgende Grundregeln zu beachten:

  • Die Mannschaft behält ständig Kontrolle über das freie Fahrwasser. Regelmäßig umschauen!
  • Bugmann hält Ausschau und gibt Richtungsanweisungen, Obmann trägt Verantwortung.
  • Ausweichen bzw. Überholen: in Fahrtrichtung nach rechts!
  • Ost/West fahrende, „querende“ Boote haben keine Vorfahrt!
  • Langsamere Boote machen den schnelleren Platz!

Im Winter gilt:

von Hallmann, Ulf

Die Winter-Fahrtordnung gilt von November bis März. Im Winter gelten die Vorschriften für den Sommer bzgl. Fahrtrichtung analog. Allerdings sind größere Uferabstände einzuhalten und wie Ostseite möglichst ganz zu meiden. Die Ruderstrecke ist somit enger und liegt im windanfälligeren Teil des Sees, was besondere Umsicht und Vorsicht erfordert.

Im Winterhalbjahr gelten zusätzlich folgende Regeln:

  • Unter der Woche kein Ruderbetrieb vor 10 Uhr, am Wochenende nicht vor 9 Uhr; Ende spätestens 1 Stunde vor Sonnenuntergang.
  • Die Befahrung der Nord- und der Südbucht des Starnberger Sees ist grundsätzlich untersagt.
  • Sportbetrieb in der Nordbucht, also im Bereich des MRC Bootshauses,  ist nur mit einem vereinbarten Mindestabstand zum Ufer gestattet:
    • Südwärts fahrende Boote sollen sich an einer Peillinie Seecafé – Roseninsel orientieren;
    • auf dem Rückweg wird ausreichend in Richtung Seemitte gefahren und ausgewichen.
  • Die Roseninsel ist mit einem Abstand von mindestens 400 Metern auf der Seeseite zu passieren.
  • Das Ostufer darf nur bei starkem Ostwind, der ein Fahren auf der Westseite verhindert, in einem Uferabstand von 300m, südlich Berg von 400m, befahren werden.
  • Ansammlungen von Wasservögeln sind großräumig zu umfahren (möglichst mindestens 400 Meter Abstand!)

Diese Regelungen wurden unter Berücksichtigung des sog. Ramsar-Abkommens zwischen der Bayerischen Staatsregierung, dem Bayerischen Ruderverband und dem Landesbund für Vogelschutz, umgesetzt. Die Beachtung ist wichtig, um eine denkbare vollständige Untersagung des Ruder(sport)betriebes auf dem Starnberger See in den Wintermonaten zu vermeiden - so wie es bei Seglern und Motorbootfahrern der Fall ist.

Der MRC 1880 Sicherheitskalender

von Hallmann, Ulf

Der Starnberger See bleibt im Herbst relativ lange warm. Im Frühjahr ist er dafür jedoch oftmals noch überraschend lange gefährlich kalt. Bei Kenterungen besteht somit ggf. Lebensgefahr durch "trockenes Ertrinken". Um Missverständnissen bei der Interpretation der Wassertemperatur vorzubeugen, hat der Vorstand des MRC 1880 eine feste "Kaltwasserzeit" definiert, während derer eine Schwimmhilfe bzw. Rettungsweste beim Rudern zwingend zu tragen ist.

Außerhalb dieser Zeit wird jedem Sportler nahegelegt, die Temperatur vorsichtig einzuschätzen und im Zweifelsfalle die Weste anzulegen. Leider weicht der Terminkalender der im Winter auf dem See rastenden Zugvögel von der definierten Kaltwasserzeit ab. Wann also eine Weste tragen? Wann bestimmte Uferbereiche meiden? Nachfolgende Tabelle verschafft einen Überblick.

Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Winter-Fahrtordnung Sommer-Fahrtordnung Winter-Fahrtordnung
Kaltwasserzeit       

Kaltwasserzeit



Im Sommer gilt:

von Hallmann, Ulf

Die Sommer-Fahrtordnung gilt von April bis Oktober.

Bei Fahrten am Westufer (z.B. zur Roseninsel):

  • Hinfahrt Richtung Süden in Ufernähe
  • Beim Wenden etwa 30 Schläge senkrecht in Richtung Seemitte fahren
  • Rückfahrt zum Bootshaus dann in Seemitte, ohne dabei in etwaigen Gegenverkehr auf der Ostseite zu geraten.

Bei Fahrten am Ostufer (z.B. Leoni):

  • Hinfahrt Richtung Süden in Seemitte, ohne dabei in etwaigen Gegenverkehr auf der Westseite zu geraten.
    Der Abstand zum Ufer muss ein sicheres Passieren entgegenkommender Boote auf Uferseite ermöglichen!
  • Beim Wenden etwa 30 Schläge senkrecht in Richtung Ufer fahren
  • Rückfahrt zum Bootshaus in Ufernähe, unter Beachtung der Bojenfelder.

Ausweich- und Überholmanöver sind stets so zu gestalten, dass in Fahrtrichtung nach rechts ausgewichen wird. Dies vermeidet Kollisionen mit entgegenkommenden Booten.